Der Gesundheitsminister kann sich Impfungen in Apotheken vorstellen

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Titelbild: dpa / Roland Weihrauch

 

München. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich zu einer flächendeckenden Präsenz von Apotheken in Deutschland bekannt und hält dafür auch zusätzliche Aufgaben für denkbar. Er könnte sich vorstellen, dass in Apotheken künftig auch geimpft werde, sagte der CDU-Politiker gestern beim Deutschen Apothekertag in München.

Angesichts voller Wartezimmer in Praxen sei über Bedingungen, mögliche Bereiche und die Vergütung zu diskutieren. Auch die Ärzte seien ins Boot zu holen.

Wenn es zu Impfungen in  Apotheken kommen sollte, könnte sich  der Minister über den Erfolg seiner Idee regelmäßig informieren. Spahn wohnt nach eigenen Angaben in Berlin direkt über einer.

Der Minister warb auch dafür, die Digitalisierung des Gesundheitswesens auch im Arzneimittelgeschäft aktiv zu gestalten, statt sich von außen treiben zu lassen. So würden auch elektronische Rezepte kommen.

Mit Blick auf den Onlineversand von Medikamenten wandte sich Spahn gegen ungleiche Wettbewerbsbedingungen. „So, wie es heute ist mit Versandhandel aus dem Ausland, ist es nicht fair.“ Union und SPD haben im Koalitionsvertrag vereinbart: „Um die Apotheken vor Ort zu stärken, setzen wir uns für ein Verbot des Versandhandels mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln ein.“ Spahn äußerte sich nicht genauer dazu, verwies aber auch auf europarechtliche Fragen. Er mache zudem keine Versprechen, die er nicht sicher halten könne. © dpa/aerzteblatt.de

Spahn muss jeden Tag an Apotheker denken

Weitere Schwerpunkte der geplanten Reformen zur Arzneimittelversorgung seien die Themen Sicherheit – Qualitätskontrolle, Aufsicht und Haftungsrecht vor dem Hintergrund jüngster Pharmaskandale wie dem Valsartan-Rückruf oder der Affäre Lunapharm – Digitalisierung sowie die Reform der PTA-Ausbildung.

Punkten konnte der Minister bei den versammelten Delegierten des Apothekertags mit der Schilderung seiner Wohnsituation in der Hauptstadt. Er wohne direkt über einer Apotheke und sehe jeden Morgen und jeden Abend das rote A. Spahn: „Sie sehen, ich denke nur an Sie“.

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1 Comment

  1. Bei der Situation bei den Ärzten muss er was getan werden und nicht den Apotheken noch mehr aufbürden. Der Hausarzt muss unterstützt werden. Der Beruf muss wieder interessanter gemacht werden

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