Syrische Weißhelme in der von Rebellen gehaltenen Seite der Stadt Aleppo tragen eine Leiche nach einem Luftangriff, 3. November 2015. - © Baraa Al-Halabi

Organhändler, Terroristen und Plünderer: Beweise gegen Weißhelme bei der UNO vorgestellt

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Die Weißhelme sind keine Rettungsorganisation, sondern eine Erweiterung der Dschihadisten und sollten als terroristische Gruppierung deklariert werden, sagte der russische Gesandte in der UNO bei der Präsentation von Beweisen für das Fehlverhalten der Gruppe.

Im Westen als humanitäre Rettungshelfer gelobt, sammeln die Weißhelme in Wirklichkeit mit islamistischen Militanten in Syrien Organe von den Opfern, die sie vorgeben zu „retten“, inszenieren falsche Angriffe mit chemischen Waffen für Kameras und plündern die Körper und Häuser von Syrern, die im Krieg getötet und verletzt wurden, so Maxim Grigoriew, Direktor der russischen Stiftung für Demokratieforschung.

Grigoriew präsentierte am Donnerstag im UN-Hauptquartier in New York die Ergebnisse der Nachforschungen der Stiftung zu den Weißhelmen. Russlands Gesandter bei den Vereinten Nationen, Wassily Nebenzia, sagte, die Beweise zeigen, dass die Gruppe gefährlich ist.

Die Weißhelme verdienen es, auf der Liste der Terroristen der Vereinten Nationen zu stehen“, sagte Nebenzia.

Inszenierte Angriffe und Kooperation mit Milizen

Fast alle Mitglieder der Weißhelme waren bezahlte Mitarbeiter und keine Freiwilligen, erklärte Grigoriew. Es gebe auch „unbestreitbare Beweise“ dafür, dass die Gruppe schriftliche Befehle von Jaysh al-Islam entgegengenommen hat, einer islamistischen militanten Gruppe, die für ihre Besetzung der Douma berüchtigt ist.

In diesem Vorort von Damaskus inszenierten die Weißhelme den „chemischen Angriff“, der als Vorwand für französische, britische und US-amerikanische Raketenangriffe gegen die syrische Regierung im April dieses Jahres diente.

„Die Fälschung von chemischen Angriffen war ein wesentlicher Bestandteil der Aktivitäten der Weißhelme“, sagte Grigoriew und fügte hinzu, dass sich die Gruppe auch regelmäßig mit „gefälschten Nachrichten und der Organisation von inszenierten Rettungsaktionen“ beschäftige.

Er nannte als besonderes Beispiel einen Ort namens Jisr al-Haj in Aleppo, in dem die Militanten Müll in Brand gesteckt und Leichen aus dem örtlichen Leichenschauhaus gebracht hätten und die Weißen Helme eine inszenierte Rettung filmen ließen. Grigoriew zitierte die Aussage eines Mitglieds der Weißhelme, das auch sagte, dass alle Beteiligten zusätzliche 50 Dollar für den Aufwand erhielten.

Beweise für Organraub

Viele Anwohner, die für die Nachforschungen befragt wurden, sprachen von Menschen, die von den Weißen Helmen „gerettet“ wurden und anschließend tot waren, wobei ihnen innere Organe fehlten. Einer der befragten Zeugen war ein ehemaliges Mitglied von Ahrar al-Sham, der aussagte, dass sein Kommandant Shadi Kadik, auch bekannt als Abu Adel Al-Halabi, die Organentnahme eingestanden hat. Die Gesamtzahl der Fälle von Organdiebstahl liege allein in Aleppo bei „mindestens mehreren hundert“, so Grigoriew.

Anstatt Zivilisten und Kinder zu retten, plünderten die Weißhelme Häuser, die durch die Kämpfe beschädigt wurden und zwangen Kinder aus Schulen und Kindergärten, dort Büros einzurichten.

„Grob geschätzt waren von 26 Zentren in Ost-Ghuta zehn in Schulen und eines in einem Kindergarten“, zitierte Grigoriew aus dem Bericht eines syrischen Journalisten in der Region.

Allein in Ost-Ghuta waren zwischen 100 und 150 Mitglieder von Weißhelmen auch Mitglieder von terroristischen und militanten Gruppen. Sie bauten Gräben, Tunnel und Befestigungen für die Milizen, prahlten offen mit ihrer Mitgliedschaft in den sozialen Medien, leugneten es aber, wenn sie von westlichen Reportern befragt wurden.

„Facebook-Berichte von Mitgliedern der Weißhelme sind voll von propagandistischem Material terroristischer Gruppen, einschließlich des [Islamischen Staates] und der Al-Kaida, und loben Osama bin Laden und andere von der UNO als Terroristen aufgeführte Personen“, sagte Grigoriew und fügte hinzu, dass die so genannten Retter auch „Hunderte von Fotos mit Waffen in der Hand“ veröffentlicht hätten.

Die Stiftung ist Mitglied des Global Counter-Terrorism Research Network, das 2013 von der Exekutivdirektion des UN Counter-Terrorism Committee gegründet wurde. Der Bericht basiert auf Interviews mit über 100 Zeugen, darunter 40 Mitglieder der Weißhelme, 50 Anwohner und 15 ehemalige terroristische und militante Kämpfer. Mehr als 500 Einheimische wurden auch in Aleppo und Daraa befragt.

 

Quelle: rt.com

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