US-Geheimdienst stoppte einen Attentatsplan von ISIS gegen Präsident Trump

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Im November 1996 soll der Secret Service, also der US-Geheimdienst, festgestellt haben, dass Osama bin Laden und al-Qaeda eine Bombe auf der Strecke positioniert hätten, die Präsident Clinton mit seiner Autokolonne in Manila befahren würde. Er nahm an einem Forum für wirtschaftliche Zusammenarbeit im asiatisch-pazifischen Raum teil. Amerikanische Flaggen wurden am Tatort verbrannt, und die lokale Polizei schloss mehrere Straßen.

 

„Es gab da Informationen, die hereingekommen waren, und wir beschlossen in letzter Minute, die Route für die Autokolonne zu ändern“, sagte ein ehemaliger Agent des Secret Service. „Es wurde festgestellt, dass Al Qaida und Osama bin Laden eine Bombe entlang der Route platziert hatten, in Erwartung der Autokolonne.“

Wenn die Geschichte tatsächlich so geschah, wie sie es sagen, dann vermied Clinton vor 21 Jahren wohl nur knapp, von Bin Laden in Manila in die Luft gejagt zu werden.

Letztes Jahr erlebte Trump etwas Ähnliches in der gleichen Stadt.

Nach Angaben der Daily Beast:

„Einundzwanzig Jahre später gab es eine Verschwörung gegen das Leben von Präsident Trump in Manila – eine schockierende Tatsache, die vom US-Geheimdienst aufgedeckt wurde: An der Front, eine zweistündige Sonderausstrahlung auf dem National Geographic Kanal am Sonntagabend, die dem Zuschauer zum ersten Mal einen Blick hinter die Kulissen gewährt, auf die Funktionsweise des Secret Service und die komplexen Maßnahmen, die er zum Schutz des Präsidenten der Vereinigten Staaten ergreift.“

 

Trump wurde im November 2017 in der Stadt Manila erwartet, wo er sich mit dem philippinischen Präsidenten Rodrigo Duterte und anderen Regierungschefs auf dem ASEAN 50-Gipfel treffen sollte.

 

Dies alles wurde wie eine Art Spionagegeschichte beschrieben, die dazu gedacht war, den Wunsch der Menschen nach Unterhaltung zu wecken, und zu den „nicht so geheimen“ Agenten, die in der Operation zum Schutz des Präsidenten auf dieser Reise aufgeführt waren, gehörten Chad Ragan, ein Sonderbeauftragter in der Präsidentenschutz-Abteilung der Behörde, und jemand namens Audrey Gibson. Die Secret-Service-Teams wurden vom Daily Beast beschrieben:

„Der Secret Service besteht aus vier Hauptteams: Nachrichtendienst, Uniformierte Abteilung, Schutzoperationen, und Ermittlungsdienst. Das Team der Schutzoperationen umfasst diejenigen im „inneren Kreis“, nur einige Schritte vom US-Präsidenten entfernt, und Spezialeinheiten wie Scharfschützen und die Sprengstoffspüreinheit K-9. Der Nachrichtendienst analysiert Bedrohungen des Präsidenten, sowohl online als auch offline. Die Uniformierte Abteilung bewacht das Weiße Haus oder überall dort, der Präsident sich hinbegibt. Und der Ermittlungsdienst überwacht die Motive von Menschen, die den Präsidenten bedrohen.“

„Es gab glaubwürdige Informationen, dass ein Vorfall während des ASEAN-Gipfels eintreten könnte“, sagte Spezial-Agent Gibson. Sie zeigte auf eine Karte von ISIS und sogenannten „ISIS-assoziierten Bedrohungsakteuren“. „Seit dieser Woche sind die Philippinen zu einer kritischen Bedrohung eskaliert.“ Aus irgendeinem Grund, indem sie ihre Position scheinbar absichtlich verrieten, hat ISIS wenige Tage vor dem Besuch des Präsidenten eine Reihe von Drohungen ausgesprochen, so offizielle Quellen.

Per Video sollen ISIS-Mitglieder Drohungen ausgesprochen haben, u. a. mit einem Foto, das Trump mit Kugeln durchsetzt darstellt, mit einer Botschaft, die andere dazu auffordert, „auf der Lauer zu liegen“ und ihn auf den Philippinen „in einen Hinterhalt zu locken“.

Bevor Präsident Trump in der Präsidentenmaschine Air Force One ankam, wurde einer der Agenten informiert, dass eine glaubwürdige Bedrohung gegen Trump in einem Tweet gefunden wurde, der lautete: „Werden zur gleichen Zeit in Manila sein wie Trump… Klappe die Erste für die Teamjungs“, mit einem ominösen Verbrecherfoto von Lee Harvey Oswald, dem Mann, der John F. Kennedy getötet haben soll.

Auf dem Instagram-Profil der Person fanden die Behörden den Mann, der eine Kopie eines Buches mit dem Titel „Wie man arbeitet: Die Geschichte des Attentäters“ hielt.

Auf der Suche nach seiner IP-Adresse fanden sie heraus, dass er wirklich in Manila war, nur wenige Kilometer vom Hotel des Präsidenten entfernt.

Er zeigte allen, wie einfach es für die Regierung ist, Menschen über die Sozialen Medien zu verfolgen, und wurde gefunden, während er in Richtung des Hotels des Präsidenten unterwegs war. Sie folgten ihm weiter.

„Mit Social Media gibt es Software, die durch alle [die Bedrohungen] viel schneller blättern kann, als es jeder Mensch tun kann, also macht es das in mancher Hinsicht einfacher. Aber das Wichtigste in unserer Aerbeit ist das menschliche Element – und die Menschen, welche die Mission erfüllen – und das wird sich nie ändern“, sagte Spezial-Agent Gibson. Sie sagte klipp und klar, dass die Sozialen Medien ihnen helfen, jeden zu überwachen.

Noch eine weitere Bedrohung wurde angeblich von den Agenten identifiziert: ein „ISIS-Agent“ an einem Ort in der Innenstadt von Manila, der Trump ins Visier genommen haben soll.

Sie wiesen darauf hin, die Geheimdienstmitarbeiter seien sich nicht sicher, gewesen, wo der ISIS-Agent überhaupt war. „Was wird getan, um diesen Kerl proaktiv aufzuspüren?“ Spezial-Agent Ragan ist dabei zu sehen, wie er in ein Telefon schreit. „Ich brauche ein Update. Jetzt!“

Bedenken Sie nun, dass all dies in einem National Geographic Fernsehbeitrag enthalten war. Es sollte Unterhaltung sein, aber warum die Menschen gerade von den Aktivitäten der Regierungsbehörden unterhalten werden sollten, ist nicht ohne weiteres verständlich.

Etwa eine Meile nördlich des Hotels des Präsidenten wurde der ISIS-Agent im Luneta-Park lokalisiert, vermutlich beim Treffen mit einem „Mitarbeiter“. Die philippinische Nationalpolizei wurde informiert, und sie schwärmten durch den Park und verhafteten die Leute.

„Die Technologie war für uns ein Segen, denn wir waren in der Lage, Kenntnis darüber zu erlangen, dass er sich in unserer Nähe bewegte, wo er war, und konnten ihn verfolgen. Das war ein riesiger Beitrag, um die Bedrohung zu stoppen“, sagte Spezial-Agent Ragan. Leider genießen nur Personen in Führungsämtern den Vorteil, durch Überwachung geschützt zu sein.

 

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