Vier Tage pro Woche sind genug

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Wer weniger arbeitet, schafft mehr, sagt eine Firma in Neuseeland und hat entschieden: Ab November haben die Mitarbeiter nur noch Viertagewochen – bei gleichem Gehalt.

 

Fünf Tage von morgens bis abends im Büro, dazu Familie, Freizeit, Termine: Für viele ist die Organisation ihres Alltags oft purer Stress. Eine Fondsgesellschaft in Neuseeland hat deshalb die Viertagewoche getestet – und ist von den Ergebnissen so begeistert, dass ab November alle 240 Angestellten bei gleichbleibendem Gehalt nach diesem Modell arbeiten können.

Das Unternehmen „Perpetual Guardian“, das Fonds und Vermögensanlagen verwaltet, hatte im Frühjahr zwei Monate lang getestet, wie sich eine Viertagewoche auf das Betriebsklima, auf die Motivation der Angestellten und auf die Arbeitsergebnisse auswirkt. Dabei zeigte sich, dass die Beschäftigten sowohl produktiver als auch zufriedener waren.

Ein Forscherteam der Auckland-Universität hatte den Testlauf damals begleitet, um den Einfluss auf die Belegschaft zu überwachen. Hatten vor der Versuchsphase noch 54 Prozent der Mitarbeiter gesagt, sie bekämen die Balance zwischen Arbeit und Haushalt gut hin, waren es nach dem Test 78 Prozent, berichtet der britische „Guardian“. Die Zufriedenheit mit der verkürzten Arbeitszeit war also ausgesprochen hoch.

„Für uns kein Nachteil“

Für Andrew Barnes, Geschäftsführer von „Perpetual Guardian“, ein eindeutiges Ergebnis. Er ist vom Resultat des Versuchs so begeistert, dass er mittlerweile mit einer eigenen Homepage für die Vorteile des Viertagemodells wirbt.

Ab November sollen alle Mitarbeiter frei entscheiden können, ob sie einen Tag pro Woche weniger arbeiten wollen und welchen sie dann freinehmen. „Es gibt für uns dadurch keinen Nachteil“, sagt Andrew Barnes. Allerdings müsse sichergestellt sein, dass die Arbeitnehmer ihre wöchentlichen Arbeitsziele erreichen.

Einen Zwang zum kürzeren Arbeiten soll es aber nicht geben: Die neue Regelung ist freiwillig. Wer will, kann also auch weiterhin an fünf Tagen ins Büro kommen.

him/dpa

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