Spektakuläre Notlandung: Bilder zeigen, wie knapp der Regierungsflieger einem Unglück entging FOCUS Online/Wochit

Deutscher Regierungsflieger fast abgestürzt: Plötzlich standen die Tragflächen senkrecht

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Nach dem Beinahe-Absturz einer Regierungsmaschine am Dienstag in Berlin sind die Ursachen für die Notlandung noch unklar. Aus Flughafenkreisen hat FOCUS Online aber erfahren, dass es Probleme mit dem Autopiloten gab – und auch die manuelle Steuerung des Flugzeugs soll nicht mehr richtig funktioniert haben.

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Fast wäre die Regierungsmaschine des Typs Bombardier Global 5000, die am Dienstag in Berlinnotlanden musste, abgestürzt. Nur mit allergrößten Schwierigkeiten konnten die beiden Piloten die Maschine auf dem Berliner Flughafen Schönefeld notlanden. Und das obwohl das Flugzeug gerade eine mehrwöchige Wartung bei der Lufthansa-Bombardier Aviation Service GmbH hinter sich gebracht hatte.

Es kam angeblich zu Strömungsabrissen an den Tragflächen

Während die genauen Ursachen noch untersucht werden, hat FOCUS Online aus Kreisen des Berliner Flughafens erfahren, dass es Probleme mit dem Autopiloten der Regierungsmaschine gegeben haben soll. So hätte dieser nach dem schnellen Steigflug auf etwa 7000 Metern die Maschine nach rechts statt nach links gesteuert. Außerdem kam es zu mehreren Strömungsabrissen an den Tragflächen und zu einem großen Höhenverlust, weil die Nase des Flugzeugs nach unten drückte.

Auch bei der Umstellung auf die manuelle Steuerung der Maschine durch die Piloten soll es erhebliche Schwierigkeiten gegeben haben. So habe das Steuerhorn ebenfalls seitenverkehrt reagiert und das Flugzeug nach rechts statt nach links geleitet – und umgekehrt. Dadurch soll die Global 5000 so heftig in Querlage geraten sein, dass die Tragflächen senkrecht in der Luft standen.

Dass die Maschine landen konnte, grenzt an ein Wunder

Dass die Maschine nicht abgestürzt sei und die Piloten das Flugzeug trotz dieser extremen Schwierigkeiten sicher landen konnten, grenze an ein echtes Wunder, heißt es in Flughafenkreisen.

Wie die „Welt“ berichtet, hätte die kanadischeLuftaufsichtsbehörde Anfang April auf mögliche Risse im Heckleitwerk von Maschinen dieses Typs hingewiesen, die sie bei der Wartung eines Flugzeugs entdeckt hatten. Dass solche Haarrisse bei der Funktionsstörung der Regierungsmaschine eine Rolle gespielt haben könnten, halten Insider allerdings für eher unwahrscheinlich.

Maschine durchlief unmittelbar davor eine mehrwöchige Inspektion

Laut Luftwaffe hätten die beiden Piloten kurz nach dem Start in Berlin um 8.40 Uhr Probleme gemeldet und sich zur sofortigen Umkehr zum Flughafen Schönefeld entschieden. Weiter hieß es, dass die Besatzung beim Landeanflug mit unkontrollierten Flugbewegungen zu kämpfen hatte. Bei der Landung um 9.07 Uhr berührten die beiden Tragflächen abwechselnd den Boden, was zu starken Beschädigungen der Maschine führte.

Bei der Unglücksmaschine handele es sich um ein neues, gut und regelmäßig gewartetes Flugzeug, das mit 3.780 Flugstunden nur eine geringe Anzahl an Flugstunden gegenüber vergleichbaren Flugzeugen habe. Auch seien die Piloten erfahren gewesen, einer davon war sogar Fluglehrer. Die Maschine sollte zurück zu ihrem Standort an den Flughafen Köln/Bonn überführt werden, um am heutigen Mittwoch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nach Stuttgartzu bringen.

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