Rundfunkbeitrag nach Preisentwicklung bemessen? Medienredakteur Christian Meier hält das für eine schlechte Idee Quelle: picture alliance / Peter Kneffel/dpa, Claudius Pflug

Es droht eine automatische Erhöhung des Rundfunkbeitrags

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Still und heimlich wollen Medienpolitiker die ihnen lästige Debatte über die Öffentlich-Rechtlichen umgehen, indem sie eine automatische Beitragserhöhung anstreben. Das käme einer Absage an jede substanzielle Reform von ARD und ZDF gleich.

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Die Sache wäre aus Sicht aller Beteiligten einfach und würde ihnen jede Menge Ärger abnehmen. Der Rundfunkbeitrag wird an einen Index wie beispielsweise die Inflationsrate gekoppelt – und endlich sind die Streitereien über die Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks erledigt. Die Kosten steigen schließlich überall, und da liegt es nahe, den Bedarf von ARD, ZDF und Deutschlandradio nach der Preisentwicklung zu bemessen.

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Die Rundfunkkommission der Länder, die für die Finanzierung der Sender verantwortlich ist, hat jetzt ein solches Indexmodell vorgeschlagen; es hat beispielsweise mit Markus Söder (CSU) und Daniel Günther (CDU) Fürsprecher, und auch die SPD ist nicht abgeneigt. Die Sender sind es erst recht nicht, denn die Anmeldung ihres Finanzbedarfs, die regelmäßig zur Grundsatzfrage über ihre Existenz wird, würde sich deutlich vereinfachen. Zu klären wäre dann nur noch der Ausgangswert für die Indexierung.

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