Grabenstetten: Zwei Männer sind in Wasserhöhle eingeschlossen

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In der Falkensteiner Höhle in Baden-Württemberg sind zwei Menschen von ansteigenden Wassermassen überrascht worden – und eingeschlossen. Zwei Rettungstaucher seien am Abend zu den Männern vorgedrungen, sagte Feuerwehrkommandant Harald Herrmann. Ihnen gehe es gut. Die in Not geratenen seien in der «Reutlinger Halle», einem der Hohlräume, eingeschlossen. Dieser liege höher als die eigentlichen Wassermassen, die weiter steigen würden. Ein kleines Team mit Rettern bleibe in der Nacht vor Ort.

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Ein Guide und ein Tourist wurden in einer aktiven Wasserhöhle bei Grabenstetten (Baden-Württemberg) vom Wetter überrascht. In der Höhle fliesst das unterirdische Flüsschen Elsach. Durch Starkregen in den vergangenen Tagen, stieg der Pegel dramatisch.

Laut der «Bild»-Zeitung ging gegen 17.21 Uhr am Sonntag ein Notruf in bei der FeuerwehrReutlingen ein. Die Meldung: Zwei etwa 30 Jahre alte Männer sind in der «Falkensteiner Höhle» eingeschlossen. Feuerwehr, Rettungsdienst und Höhlenrettung kamen zum Unglücksort.

Laut dem Feuerwehr-Chef und Einsatzleiter Harald Herrmann (60) ist ein Grossaufgebot an etwa 80 Rettern vor Ort. Die ersten Höhlentaucher hätten es nicht zu den Eingeschlossenen durch geschafft, mittlerweile sei aber ein Team bei den beiden.

Rund 80 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Höhlenrettung sind vor Ort. – dpa

Rettung erst am Montagmorgen möglich

Die Männer seien mit Essen, Trinken und wärmendem Neopren versorgt worden. Für sie heisst es jetzt erstmals warten. Denn eine Rettung in der Nacht sei aufgrund der Strömung zu gefährlich. Taucher würden in der Nacht bei ihnen bleiben.

«Den Männern geht es gut, sie sind in der ‹Reutlinger Halle›». Diese liege höher als die eigentlichen Wassermassen, die weiter steigen würden.

Sie befindet sich rund 500 Meter hinter dem Höhleneingang und biete ausreichend Platz. «Wir wollen sie dann am Montagmorgen aus der Höhle holen», so Einsatzleiter Hermann zum Boulevard-Blatt.

Den beiden eingeschlossenen Männer geht es gut, Taucher werden über Nacht bei ihnen bleiben.

Höhlenrettung: «Es kommt sehr viel Wasser in die Höhle.»

Wie die «Stuttgarter Zeitung» berichtet, handelt es sich bei den Eingeschlossenen um einen Höhlenguide mit seinem Kunden. Sie seien gegen 17 Uhr in die Höhle eingestiegen.

Matthias Leyk, der Zweite Vorsitzende der Höhlenrettung Baden-Württemberg, sagte der Zeitung: «Wir hoffen, dass die Sache gut ausgeht. Wir hatten auch in der Falkensteiner Höhle schon mehrere Hochwassereinschlüsse in den vergangenen Jahren.»

Das besondere sei, dass es jetzt ausserordentlich hohe Niederschläge in kurzer Zeit gegeben habe. Das heisse: «Es kommt momentan sehr viel Wasser in die Höhle.»

Die Taucher der Höhlenrettung hatten wegen der Strömung erst Probleme zu den Eingeschlossenen durchzudringen. – dpa

Falkensteiner Höhle kann gefährlich werden

Die Falkensteiner Höhle liegt auf der Schwäbischen Alb zwischen Grabenstetten und Bad Urach. Sie ist ein beliebtes Touristenziel und eine der längsten Höhlen der Schwäbischen Alb. Um die Höhle zu betreten ist eine Genehmigung erforderlich.

Die Falkensteiner Höhle ist eine aktive Wasserhöhle. Sie wird von dem rund fünf Kilometer langen und rechten Zufluss der Erms auf der Schwäbischen Alb durchflossen. Der Fluss Elsach entspringe von ihr ins Freie.

Touren in der Höhle sind nicht ungefährlich. In die wilden Gänge sollten nur erfahrene Höhlengänger vordringen. Auf der Tourismus-Website der Stadt Bad Urach heisst es: «Bei erwartetem Starkregen und Gewittern sind keine tiefen Touren möglich.»

Bei starken Regenfällen läuft nämlich der erste Höhlenteil voll. Wanderer sollten dann für den Notfall nur noch mit Taucherausrüstung unterwegs sein.

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