‘Leaving Neverland’ Film-Regisseur entschuldigt sich, nachdem eine Lüge über Michael Jackson im Film aufgedeckt wurde

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In der vorigen Woche wurden Zweifel an den Missbrauchsvorwürfen laut, die gegen Michael Jackson in der Dokumentation ‘Leaving Neverland’ des amerikanischen Premium-Kabel- und Satellitenfernsehsenders HBO erhoben werden, nachdem Jacksons Biograf Diskrepanzen in der offiziellen Chronologie enteckt hatte.

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Der Autor Mike Smallcombe, der die Michael-Jackson-Biografie „Making Michael“ schrieb, hat die Behauptungen des Films untersucht und festgestellt, dass die Neverland Ranch noch nicht einmal gebaut worden war, als Michael Jackson dem angeblichen Opfer James Safechuck zufolge den Missbrauch an ihm begangen haben soll.

Smallcombe untersuchte die Baugenehmigungen für die Neverland Ranch und fand dabei heraus, dass sich die Neverland Ranch bis in das 1994 hinein im Bau befand, während Safechuck behauptet, auf der Ranch von Jackson zwischen 1988 und 1992 missbraucht worden zu sein.

übersetzt:

James Safechucks Missbrauchsvorwurf gegen Michael Jackson ‘als reine Fiktion entlarvt’

EXKLUSIV: Mike Smallcombe erklärt, dass die Geschichte des Anklägers, in Neverlands Bahnhof missbraucht worden zu sein, nicht wahr sein können, da er erst zwei Jahre nachdem seinen Angaben zufolge die Übergriffe aufgehört haben, gebaut wurde.

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In den letzten Stunden habe ich von meiner Quelle Zugang zu den Baugenehmigungen des Santa Barbara County für den Bahnhof Neverland erhalten – genehmigt am 2. September 1993

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Dieser krasse Irrtum wurde von Regisseur Dan Reed verworfen, der sagt, dass das Baudatum keinen Unterschied mache. Er hat nun seine Behauptungen gar bekräftigt, wonach der Missbrauch tatsächlich länger gedauert habe, als zunächst behauptet wurde.

„Ja, es scheint keinen Zweifel am Datum der Bahnstation zu geben. Das fehlerhafte Datum ist das Ende der Missbrauchshandlungen”, sagte Reed.

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Smallcombe schoss mit einem Tweet zurück, der lautete: “So @danreed1000 sagt jetzt also, weil die Geschichte aufgeflogen ist, plötzlich sei das Ende von Safechucks Missbrauch gewesen, als er 16/17 statt 14 alt war. Es ist eine Diskrepanz von drei Jahren. Sag einfach, da ist ein Fehler passiert, aber ändere bloß nicht die Geschichte. Dies passiert, wenn man nicht richtig nachforscht.”

Smallcombe weist darauf hin, dass Reed und die Dokumentarfilmer die von Safechuck erhobenen Behauptungen nicht sorgfältig geprüft hätten. In einem späteren Interview ging er auf seine Tweets ein und sagte: “Weil die Geschichte aufgedeckt wurde, sieht es so aus, als wolle Reed nun plötzlich die Chronologie von Safechuck selbst ändern. Erstens bin ich schockiert, dass er im Namen von Safechuck gesprochen hat. Und zweitens ist es peinlich, dass er das Gefühl hat, dass er jetzt die Erzählung des Films ändern muss – wonach nämlich der angebliche Missbrauch im Jahr 1992 aufgehört hat -, weil ein Teil davon widerlegt worden ist. Das passiert, wenn man solche Anschuldigungen für bare Münze nimmt und nicht versucht, sie zu unter die Lupe zu nehmen und zu untersuchen, ob sie wahr sind.”

“Mit der Anerkennung des Bauzeitpunkts bestätigt Reed im Grunde, dass Safechucks Behauptung, zwischen 1988 und 1992 im Bahnhof von Neverland missbraucht worden zu sein, unmöglich ist. Es ist erstaunlich, jetzt im Namen von Safechuck zu behaupten, dass der Missbrauch angedauert habe, als Safechuck sich dem Erwachsenenalter näherte, nur um die Zeitachse seines Films aufrechtzuerhalten”, fügte er hinzu.

Die neuen Enthüllungen haben viele der Prominenten, die zunächst dazu beigetragen hatten, dass der Dokumentarfilm viral wurde, dazu veranlasst, rasch alle ihre alten Beiträge über den Fall zu löschen, einschließlich Oprah Winfrey

Radiosender auf der ganzen Welt beschließen, die Musik von Michael Jackson als Reaktion auf die Leaving Neverland-Dokumentation zu stoppen.

Die Verwaltung des Jackson-Nachlasses hat die Anschuldigungen im Dokumentarfilm Leaving Neverland scharf zurückgewiesen und mit einer 100 Millionen Dollar Klage gegen HBO reagiert. Seltsamerweise erfolgt die Klage nicht wegen Verleumdung oder Diffamierung oder etwas dergleichen, sondern wegen Vertragsbruchs. Als Teil eines Vertrages von 1992 über die Ausstrahlung eines Jackson-Konzerts hatte HBO zugesichert, dass das Netzwerk niemals etwas Abfälliges über ihn produzieren würde.

“Man kann sich schwerlich einen direkteren Verstoß gegen die Nicht-Verunglimpfungsklausel vorstellen”, heißt es in der Klage.

HBO hat auf die Klage noch nicht reagiert, aber in einer Erklärung Anfang der Woche gab das Netzwerk eine Erklärung ab, in der es heißt, dass der Film wie geplant ausgestrahlt werde.

„Trotz der verzweifelten Bemühungen, den Film zu unterminieren, bleiben unsere Pläne unverändert. HBO wird mit der Ausstrahlung von ‘Leaving Neverland’ fortfahren. Dies gibt jedem die Möglichkeit, den Film und die darin enthaltenen Behauptungen selbst zu beurteilen“, heißt es in der Stellungnahme.

Es wurde zudem behauptet, dass Macaulay Culkin ein Opfer von Jackson gewesen sei, weil sie so viel Zeit miteinander verbracht hätten, aber Culkin ist seit der Kontroverse vorgetreten, um diese Behauptungen in Abrede zu stellen und zu sagen, dass er keine Kenntnis von einem schändlichen Verhalten hinter den Kulissen der Neverland Ranch habe.

“HBO und der Direktor waren sich ihrer finanziellen Motive bewusst, und dass aus zahlreichen Quellen reichlich widersprüchliche Fakten zur Verfügung stehen, trafen aber die skrupellose Entscheidung, jeden Beweis beiseite zu legen, der Zweifel an ihrer gewählten Erzählung aufkommen ließ. Wenn sie einen objektiven Film gedreht hätten, hätte der Zuschauer die Möglichkeit gehabt, sich selbst über diese Vorwürfe eine Meinung zu bilden, anstatt sich von einem Fernsehnetz vorschreiben zu lassen, dass er diese falschen Behauptungen über Michael Jackson akzeptieren muss“, sagte Howard Weitzman, der Anwalt des Jackson-Nachlasses.

Verweise:

 

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