Einer der beiden "Pfandbutler" in Rheinfelden © Screenshot: Rheinfelden.de

Menschenwürdiges Flaschensammeln? Rheinfelden stellt “Pfandbutler” auf

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Die Stadt Rheinfelden hat “Pfandbutler” aufgestellt, auf denen leere Pfandflaschen abgestellt werden können. Flaschensammlern soll so das Durchwühlen des Mülls erspart bleiben. Was gut gemeint ist, wirkt jedoch wie das Sinnbild einer verfehlten Sozialpolitik.

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Die Stadt Rheinfelden im südlichen Baden hat zwei sogenannte “Pfandbutler” aufgestellt. Das berichtet die Stadtverwaltung auf ihrer Internetseite. Auf den Tabletts, der in ihrer Form an einen Diener erinnernden Figuren, können leere Pfandflaschen abgestellt werden. Flaschensammlern soll so das Durchwühlen des Mülls erspart bleiben.

Entworfen und aufgestellt wurden die Figuren von den Technischen Diensten der Stadt. Ihr Leiter Siegfried von Au erklärte bei der Vorstellung, man wolle mit den “Pfandbutlern” daran erinnern, dass Pfandflaschen nicht in den Mülleimer gehören:

Uns ging es nicht darum, ein neues Pfandsammelsystem zu erfinden … Die Flaschen dürfen von jedem, der möchte, mitgenommen und abgegeben werden.

Die Stadt hat zunächst zwei Prototypen am Karlsplatz und am Oberrheinplatz aufgestellt. Bewähren sie sich, könnten weitere Folgen. Die Figuren gehen auf eine Initiative einer Auszubildenden der Stadtverwaltung zurück. Laura Petralito hatte Menschen beim Durchwühlen öffentlicher Mülleimer beobachtet. Laut Radio Regenbogen, einem lokalen Radiosender, sagte sie, das Flaschensammeln menschenwürdiger werden muss:

Mülltonnen bergen die Gefahr, dass die Menschen von Wespen gestochen werden oder sich an Glasscherben schneiden.

Erst vor wenigen Tagen ging die Meldung durch die Medien, dass mehr als die Hälfte der Rentner in Deutschland mit weniger als 900 Euro auskommen muss. Auch wenn an der Idee der Rheinfeldener Stadtverwaltung an sich nichts auszusetzen ist, wirkt sie vor diesem Hintergrund wie ein Sinnbild für eine Politik, die sich auf die Bekämpfung von Symptomen konzentriert, ohne die Ursachen des Problems auch nur zu erwähnen.

Quelle: rt.com

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3 Comments

  1. Diese asoziale Idee kann nur von durchgeknallten und vollgefressenen Gutmenschen kommen !
    Da werden arme Menschen auch noch verhöhnt und auch denunziert !!!

  2. Anstatt sich mit dem wirklichen Problem (Ursache) zu beschäftigen, wird sich immer nur am Symptom aufgehalten. Dafür bekleckern sich die “Helfer” selbst auch noch mit Ruhm. Ekeleregende Gesellschaftsentwicklung.

  3. Die Reichen haben es ein weiteres Mal in der Geschichte geschafft, die Menschen wieder soweit auszuplündern, dass sie im Dreck buddeln müssen.

    Die ganzen Errungenschaften im sozialen Bereich werden stetig weiter mit Füßen getreten um den Profit weiter zu maximieren und die Macht zu sichern.
    Durchleuchtung dank Fortschritt kommt hinzu.

    Eigentlich müsste es uns heutzutage weit besser gehen durch den Fortschritt in allen Bereichen.
    Wir müssten viel freier sein, Muse haben und kaum noch arbeiten, kaum Zwänge, bessere Nahrung, gesündere Körper und und und..

    Man hätte in den 70ern schon anfangen müssen eine Art Grundeinkommen zu integrieren. In den 90ern hätte man es sehr stabil und sicher ausgebaut haben müssen und heute müssten wir vom System selbst sehr stark entlastet und frei sein.

    Aber man hat gelogen, betrogen, abgebaut, gestohlen, Lügen verbreitet, alles so umgebaut das die Reichensysteme hinter der Fassade der Demokratie gewinner sind und sich auch durch die Technik sehr gefestigt haben und der Menschen die alles erarbeiten und selbst dann wieder alles bezahlen, absolut geplündert und gegeneinander aufgehetzt.
    Heute haben wir das Resultat der Reichenherrschaft vor Augen.

    Wie man sieht kann kein System einer Machtzentralisierung, egal wie man es auch nennen mag, bestehen, ohne extremen Schaden anzurichten.

    Wenn das Soziale und Demokratische nicht im Mittelpunkt steht, die Grundbedürfnisse sowie die angeschlossenen System für eine funktionierende Demokratie usw. in den Händen der Gesellschaft liegen, kommt es immer wieder zur totalen Ausbeutung und Herrsucht weniger über eine breite Masse.
    Dieses System hat genauso versagt wie alle anderen zentralisierten Machtzentren vor ihm.

    Eine Privatisierung der Welt führt nur zu Sklaven und Herrschenden, nur das der Umfang größer ist. Es bleibt aber eine Welt in der alle Opfer sind und alles mit in den Abgrund gerissen wird.

    Es wird Zeit das ganze System komplett zu ändern und das bedeutet nunmal kein gutes Ende für die Spitze der Pyramide.. Nur wollen sie das nicht einsehen und versuchen das System, ihr System zu retten und die Last auf aktuell 7,6 Milliarden umzuverteilen, die sie stetig berauben und dumm und unfrei halten.

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