Neues Gesetz zwingt dich zur Freigabe deines Passworts

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Bundesinnenminister Seehofer will dem BSI mit einem stark verschärften IT-Sicherheitsgesetz neue Befugnisse einräumen. Im Blick auf das deutsche Grundgesetz ist das jedoch äußerst fragwürdig.

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Erst Upload-Filter, jetzt das: Mit einem neuen Entwurf zum IT-Sicherheitsgesetz plant Innenminister Horst Seehofer (CSU) die Schaffung neuer Befugnisse. Von ihnen würden vor allem die Ermittler des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) profitieren. Dich jedoch trifft der Vorschlag umso härter, denn wenn du im Rahmen von Ermittlungsverfahren nicht mit deinem Passwort rausrückt, erwarten dich ernste Sanktionen.

IT-Sicherheitsgesetz: Passwort oder Strafe

“Der Verdächtige ist verpflichtet, die zur Nutzung der virtuellen Identität erforderlichen Zugangsdaten herauszugeben”, heißt es im Entwurf. Auf diese Weise soll es Ermittlern möglich gemacht werden, die Onlinekonten Verdächtiger zu übernehmen. Was passiert, wenn dieser sich dagegen wehrt und seine Zugangsdaten nicht preisgibt, lässt sich der § 70 der Strafprozessordnung entnehmen:

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“Wird das Zeugnis oder die Eidesleistung ohne gesetzlichen Grund verweigert, so werden dem Zeugen die durch die Weigerung verursachten Kosten auferlegt”, heißt es darin. Doch bleibt es keineswegs dabei. Denn neben einem Ordnungsgeld könnte den Verdächtigen zudem eine Haftstrafe von bis zu sechs Monaten erwarten. Dass ebendiese Beugehaft möglich ist, bestätigte der Süddeutschen Zeitung zufolge auch das Innenministerium.

Grundgesetz: “Niemand ist verpflichtet sich selbst anzuklagen”

Das stelle einen “krassen Systembruch und eine der weitest gehenden Aufweichungsversuche der Bürgerrechte überhaupt” das, erklärte Strafverteidiger Udo Vetter. “Es könnte also künftig dazu kommen, dass jemand wegen der schlichten Weigerung, ein Passwort herauszugeben, in Haft genommen wird.” Ähnliches gilt für Zeugen, die bislang Aussagen und Herausgaben verweigern konnten, um sich nicht selbst zu Verdächtigen zu machen.

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1 Comment

  1. Dann können diese hündischergebenen, ehrlosen und unmoralischen Minusmenschen natürlich auch auf das Bankkonto zugreifen und die Pin für die Bankkarte können die ja dann auch fordern !!!
    Eine Pin ist nunmal auch ein anderes Wort für Password.
    Und solch eine Riesensauerei wird auch durchgesetzt werden von den üblen Schergen der Politdarsteller !
    Allerdings können die sich ja mal ihren Kumpels von der CIA und NSA mal anfragen wenn die Passwörter brauchen, denn diese beiden Schurkeninstitutionen haben doch bestimmt fast alle Zugangsdaten von den großen Internetzampanos (Fratzenbuch, Twitter, große E-Mailanbieter, YouTube/Google, usw.) ausgehändigt bekommen, vermute ich zumindest ganz stark.

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