Polen will 800 Milliarden Euro von Deutschland – Als Reparaturzahlungen

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Titelbild: Eine Marmorbüste des deutschen Diktators Adolf Hitler ist im Nationalmuseum in Danzig, Polen abgebildet

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„Wir werden sie dafür bezahlen lassen!“ 800 Milliarden Euro habe Deutschland für die Schäden im 2. Weltkrieg als Reparationen an Polen laut Experten zu zahlen, so der PiS-Abgeordnete Janusz Szewczak (65).

Regierungssprecher Steffen Seibert sagte am Freitag, Deutschland stehe sehr wohl zu seiner Verantwortung für die “unfassbaren Verbrechen” des Zweiten Weltkriegs. Dafür seien erhebliche Reparationszahlungen auch an Polen geleistet worden, und Deutschland leiste weiter Zahlungen für die Folgen des NS-Unrecht, sagte Seibert. Polen habe aber 1953 auf weitere Forderungen verzichtet und dies mehrfach bestätigt. “Es gibt für die Bundesregierung gar keinen Anlass, an der völkerrechtlichen Wirksamkeit des Reparationsverzichts von 1953 zu zweifeln.”

Wehrmachtssoldaten reißen am 1. September 1939 einen Schlagbaum an der deutsch-polnischen Grenze ein: Mit dem deutschen Überfall auf Polen begann der Zweite Weltkrieg. Foto: AP, AP

Zuletzt hatte die rechtskonservative polnische Regierungschefin Beata Szydlo die Reparationsforderungen bekräftigt. Davor hatte Innenminister Mariusz Blaszczak die materiellen Kriegsschäden auf eine Billion US-Dollar (derzeit 840 Milliarden Euro) geschätzt. Außenminister Witold Waszczykowski sagte dazu: “Vielleicht sogar noch mehr.”

Jaroslaw Kaczynski (69), Vorsitzender der regierenden rechten polnischen PiS-Partei
Foto: Czarek Sokolowski / AP Photo / dpa

800 Milliarden Euro habe Deutschland für die Schäden im 2. Weltkrieg als Reparationen an Polen laut Experten zu zahlen, so der PiS-Abgeordnete Janusz Szewczak (65).

Es sei eine Schande, dass in den vergangenen 30 Jahren „das Thema der Folgen der Ausrottung polnischer Bürger und die Entwertung der polnischen Wirtschaft durch Deutsche vernachlässigt wurde“, zitiert die nationalistische Online-Plattform wPolityce.pl den Parlamentarier.

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Seit ihrem Regierungsantritt im Herbst 2015 wiederholt die Regierungspartei ihre Forderung nach deutschen Kriegsentschädigungen. Dazu lässt sie rechtliche Möglichkeiten ausloten, im September 2017 wurde eigens ein Parlamentsausschuss eingesetzt.

Dessen Vorsitzender, der PiS-Abgeordnete Arkadiusz Mularczyk (48), hält das Thema seit Monaten eifrig am Kochen: Zuletzt spielte er die EU-Karte, nannte es einen „Streit um Moral und die Grundlagen der EU“. Schließlich sei der hohe Lebensstandard der Deutschen auch der Zwangsarbeit und dem Raub in Polen zu verdanken.

Deshalb sei das Europäische Parlament ein „geeignetes Forum, um das Thema der Reparationen zu internationalisieren“ und um Druck auf die Bundesregierung auszuüben.
Diese sollte besser bereits „ernsthafte finanzielle Vorkehrungen treffen, um die Zahlung der Reparationen zu finanzieren“, sagt PiS-Parteikollege Szewczak.

Regierungssprecher Steffen Seibert sagte am Freitag, Deutschland stehe sehr wohl zu seiner Verantwortung für die “unfassbaren Verbrechen” des Zweiten Weltkriegs. Dafür seien erhebliche Reparationszahlungen auch an Polen geleistet worden, und Deutschland leiste weiter Zahlungen für die Folgen des NS-Unrecht, sagte Seibert. Polen habe aber 1953 auf weitere Forderungen verzichtet und dies mehrfach bestätigt. “Es gibt für die Bundesregierung gar keinen Anlass, an der völkerrechtlichen Wirksamkeit des Reparationsverzichts von 1953 zu zweifeln.”

Zuletzt hatte die rechtskonservative polnische Regierungschefin Beata Szydlo die Reparationsforderungen bekräftigt. Davor hatte Innenminister Mariusz Blaszczak die materiellen Kriegsschäden auf eine Billion US-Dollar (derzeit 840 Milliarden Euro) geschätzt. Außenminister Witold Waszczykowski sagte dazu: “Vielleicht sogar noch mehr.”

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