Quelle: Reuters © Toby Melville Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und die britische Premierministerin Theresa May in London, Großbritannien, 6. Juni 2018.

Post-Brexit-Pläne: Israel wird erster Freihandelspartner Großbritanniens

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Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos schmiedeten Israel und Großbritannien Pläne für ein Handelsabkommen nach dem Brexit. 2018 betrug das gegenseitige Handelsvolumen 10 Milliarden Pfund. Ein Freihandelsabkommen kann London erst nach dem EU-Austritt unterzeichnen.

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Seit einem Jahr besprechen Israel und Großbritannien ihre Handelsbeziehungen für die Zeit nach dem Brexit. Bislang ist unklar, ob Großbritannien die EU mit einer Übereinkunft mit Brüssel verlässt oder es zu einem sogenannten harten Brexit kommt. Strittig bleibt der “Backstop”.

Der Handel mit Israel ist für Großbritannien bislang über die Freihandelszone mit der EU geregelt. Der britische Minister für internationalen Handel, Liam Fox, verkündete beim Weltwirtschaftsforum in Davos, dass ein Treffen mit seinem israelischen Amtskollegen Eli Cohen erfolgreich verlaufen ist. Dieser stimmte einem Freihandelsabkommen für die Zeit nach dem Brexit zu, so Fox:

Ich bin erfreut, dass Großbritannien sich vorbereitet, die Europäische Union zu verlassen und die Kontinuität für unsere Geschäfte in beide Richtungen sicherstellt. Wir haben heute im Prinzip eine Übereinkunft mit unseren Kollegen in Israel getroffen. 

Fox bezeichnete Israel als einen der “kooperativsten und produktivsten Partner”. Er hofft, dass das Handelsvolumen von 10 Milliarden Pfund noch weiter steigen und die “wirtschaftlichen Beziehungen stärken” wird. Versuche, mit den Vereinigten Staaten Freihandelsabkommen zu erwirken, scheiterten bislang. Der US-Präsident Donald Trump kritisierte die britische Premierministerin Theresa May für ihre Art, die Verhandlungen zu leiten.

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Der Handelsminister sprach auch von dem Vorhaben, neue Handelsmöglichkeiten in Fernost zu erkunden:

Wir müssen uns daran erinnern, dass es eine Welt außerhalb von Europa und eine Zeit nach dem Brexit gibt. 

Dabei bezog er sich auch auf das Freihandelsabkommen der EU mit Japan, das am 1. Januar in Kraft trat. Großbritannien sei ein wichtiger Verhandlungspartner für das Abkommen gewesen. Sein Land setze auf die politischen Beziehungen zu den 53 Mitgliedsstaaten des Commonwealth, fast alles ehemalige Gebiete des britischen Empire.

Quelle: rt.deutsch

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