Nutzen zu wenige Passagiere einen Bahnhof, wird er – wie hier in einem Dorf in Sachsen-Anhalt – nicht mehr benötigt Quelle: ZB

Warum die Bahn 2250 Bahnhöfe verkauft hat

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Die Deutsche Bahn hat Tausende Bahnhöfe verkauft – oder gleich stillgelegt. Die Grünen fordern nun, einige Strecken zu reaktivieren. Allerdings hat der Konzern nicht allein in der Hand, was mit dem Schienenverkehr passiert.

 

Die Deutsche Bahn (DB AG) will nach Ankündigung von Konzernchef Richard Lutz pünktlicher und serviceorientierter werden – und wieder „in die Fläche gehen“. Der Anblick, den viele Bahnhofsgebäude in Deutschland bieten, zeigt, dass das dringend nötig ist. Nach Informationen von WELT AM SONNTAG hat die Bahn seit dem Jahr 1999 bis heute bundesweit rund 2250 Bahnhofsgebäude verkauft. Viele davon sind nun vernagelt und verfallen – und zu Geisterbahnhöfen geworden. Vor allem auf dem Land.

Für die Immobilien mit einer Fläche von 3,5 Millionen Quadratmetern, zum Teil in Bestlagen, hat das Staatsunternehmen circa 150 Millionen Euro bekommen. Käufer waren Kommunen, Privatleute oder Investoren. Aus vielen der Pläne für eine Nachnutzung, die die neuen Eigentümer verfolgten, ist jedoch nichts geworden. Immerhin ist an den meisten dieser ehemaligen Bahnhöfe weiterhin eine Bahnstrecke samt einem Haltepunkt in Betrieb. Aber inzwischen eben ohne Schalter, ohne Personal und ohne Service.

289 Bahnhöfe hat die DB allerdings seit 2001 ganz aufgegeben, an den entsprechenden Strecken wurde auch der Schienenverkehr komplett eingestellt, wie aus Zahlen des Bundesverkehrsministeriums hervorgeht. „Die Anzahl der Bahnhöfe der DB Station & Service AG hat sich von 5669 auf 5380 reduziert“, heißt es auf eine Anfrage der Grünen. Und dieser Schwund ist nur ein kleiner Ausschnitt. Denn für die Zeit zwischen der Wiedereinigung und dem Jahr 2001 „kann die Anzahl der Bahnhofsschließungen aufgrund einer IT-Umstellung nicht zur Verfügung gestellt werden“, teilt das Ministerium mit.

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1 Comment

  1. Ich habe damals bei der Bundesbahn (Rangierer) gelernt bevor dieser Staats-Betrieb privatisiert worden ist.
    Damals (1984) nach der Lehre wurden wurden 150.000 Kollegen entlassen und ca. 7 Monate später nochmals 100.000 Kollegen wo ich auch darunter war.
    Es war mit klar das nun die übriggebliebenen Kollegen dreifach mehr arbeiten mußten was natürlich nicht funktioniert, und das bei gleichem Lohn !
    Daher läuft bei der Bahn alles verkehrt durch die Unfähigkeit und Raffgier der verblödeten Bahn-Manager !!!

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