Wer war der Held mit den kubanischen Wurzeln, der in Chemnitz erstochen wurde?

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Chemnitz – Die Tat hat ganz Chemnitz erschüttert: In der Nacht zu Sonntag wurde Daniel H. (35) in der Innenstadt niedergestochen, starb wenig später im Krankenhaus.

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Und wie immer kommen die wahren Helden in den Mainstream Medien zu kurz.

Vor allem aus dem Internet gibt es immer mehr Informationen über den Mann, der letzten Sonntagabend auf dem Stadtfest in Chemnitz erstochen wurde: Daniel H. ist laut seiner Facebook-Seite in Chemnitz aufgewachsen. Er nennt seinen Heimatort Karl-Marx-Stadt, wie die Berliner Zeitung berichtet. Den vollen Namen des ehemaligen Tischlerlehrlings hatte der “Verein zur beruflichen Förderung und Ausbildung” auf Facebook in einer Trauernachricht veröffentlicht. So wurde sein Facebook-Profil eine Zeit lang öffentlich.

Daniel H. hatte eine deutsche Mutter und einen kubanischen Vater.

Bei den beiden Verletzten der Messerattacke handelt es sich laut Medienberichten um Russland-Deutsche.

Die FAZ hat sich besonders in der rechten Szene in Chemnitz umgehört und zahlreiche Zeugen befragt. Viele schätzen Daniel H.s politsche Gesinnung als “eher links” ein. Er war Fan des Chemnitzer FC, aber kein Hooligan und kein AfD-Mitglied oder AfD-Anhänger.

Er soll eine Frau und einen sieben Jahre alten Sohn hinterlassen.

Auf seiner Facebook-Seite postete Daniel H. Sinnsprüche, in denen er für Frieden eintrat, gegen Rassismus und für die Legalisierung von Cannabis.

An den Demonstrationen am Montagabend nahmen mehrere Tausend Menschen teil. Die Polizei versuchte mit einem Großaufgebot die von Rechten dominierte Protestveranstaltung und eine vom Bündnis «Chemnitz nazifrei» organisierte Veranstaltung zu trennen. Die Polizei ermittelt gegen zehn Personen, die den Hitlergruß gezeigt haben sollen.

Auch in Düsseldorf versammelten sich wegen der tödlichen Messerstiche in Chemnitz rund 150 Demonstranten aus dem rechten Spektrum vor dem Landtag, wie die Polizei berichtete. Ihnen standen etwa 250 Gegendemonstranten gegenüber.

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1 Comment

  1. Warum spricht denn kaum noch jemand über das Opfer? Weil es einfach nichts neues in der Sache gibt (von wegen weil Migrationshintergrund). Es wird vielmehr bis heute bebördlich verschwiegen, was in der Tatnacht tatsächlich geschehen ist.
    Wäre das Opfer tatsächlich ein Migrant, würde das sicher ganz anders aussehen.

    Mein Mitgefühl an die Hinterbliebenen!

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